Vielleicht haben Sie sich auch schon gefragt, was die vielen Begriffe aus Bank-Deutsch eigentlich bedeuten. Wir geben hier eine kleine Übersicht:

Beleihungsauslauf
Der Beleihungsauslauf ist das Verhältnis von Darlehen und Beleihungswert (Wert, den die Bank für das Haus ansetzt. Meist 10-20% unter dem Verkehrswert). Dieses Verhältnis gibt an, wie sicher das Darlehen für die Bank ist. Ist das Verhältnis bspw. zwischen 50-60% (also der Hauskäufer setzt viel eigenes Geld in die Finanzierung), ist die Gefahr für einen Ausfall nicht ganz so hoch, als wenn er bei 100% liegt (Bank zahlt den kompletten Kaufpreis). Dies macht sich vor allem im Zinssatz bemerkbar, denn der wird bei hohen Eigenanteil der Bank auch etwas höher ausfallen.

Disagio
Die Bank behält einen Abschlag des Darlehens ein, so dass bspw statt 50.000€ nur 49.000€ ausbezahlt werden. Diese Methode ist heute nicht mehr gängig, bzw. wird von VOMA ausgeschlossen. Denn wozu Hier versteckte Gebühren bezahlen, wenn die Bank schon Zinsen bekommt? Das Gegenteil hierzu ist das Agio – der Aufschlag, doch welche Bank zahlt schon mehr aus als vereinbart

Hypothek
Eine Hypothek ist im Grunde nichts anderes als eine Grundschuld, mit der Ausnahme dass nach der Tilgung die Hypothek auf den Eigentümer zurückfällt. Für weitere Darlehen müsste diese somit „reaktiviert“ werden. Die Grundschuld hingegen spart Zeit und Geld, da diese rechtsgeschäftlich an die Finanzierung gebunden ist.
Mit einer Hypothek besteht das Recht der Bank, bei einem Verkauf des Hauses die Summe X  zu bekommen. Dies findet vor allem bei Zwangsversteigerungen statt, da der Eigentümer die Raten bspw nicht mehr zahlen kann und die Bank sich so die Restschuld des Darlehens wieder holt.

p.a. – per annum
Warum hinter jeden Zinssatz die Abkürzung „p.a.“ steht? Ganz eifnach: Die Zinsen werden aufs Jahr berechnet – lateinisch eben per annum. So ist ein Darlehen über 6 Monate eben nicht mit 4% voll berechnet, sondern eben nur anteilig.

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