Die ARAG bietet Rechtsschutz an, wenn „das Kind schon in den Brunnen gefallen ist“ – aber:

  • Dieser Rechtsschutz ist fünfmal so teuer wie der Normaltarif
  • Dieser Rechtsschutz muss mit Laufzeit von drei Jahren abgeschlossen werden
  • Die ARAG entscheidet bei jedem Antrag, ob sie Rechtsschutz gewähren will

Es gibt noch weitere „Pferdefüße“ bei diesem rückwirkenden Rechtsschutz – man sollte nicht zuviel erwarten (schließlich bezeichnet die ARAG selbst diesen Rechtsschutz als „Marketinginstrument“). Es ist dennoch vorstellbar, dass man in speziellen Fällen versucht, ob man diesen Rechtsschutz bekommen kann:

Ein Schadenersatzprozess mit sehr hohem Streitwert bei guten Erfolgsaussichten, könnte Grund für die ARAG sein, rückwirkend Rechtsschutz zu bieten (weil man erwartet, dass ein Prozess sowieso gewonnen wird und ARAG dann nichts zahlen muss). Für einen Kunden, der den Spruch „vor Gericht und auf hoher See befindet man sich in Gottes Hand“ im Kopf hat – also Angst, vielleicht doch zu verlieren und dann noch hohe Gerichts-und Anwaltskosten verkraften zu müssen,  sollte versuchen, sich „rückwärts“ Rechtsschutz zu beschaffen.

Generell ist es aber so: Wer im Straßenverkehr ohne Rechtsschutz versichert zu sein unterwegs ist, sollte ein großes finanzielles Polster haben, wenn er nicht riskieren will, auf sein Recht verzichten zu müssen, weil er keine Gerichts-und Anwaltskostenvorschüsse aufbringen kann, die gegnerische Versicherung  in Revision geht usw.

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