Dieses Jahr zur Kfz-Wechselzeit haben wir wieder einige Knaller erleben dürfen. Kaum 18 Jahre alt geworden, das erste Azubi-Gehalt auf dem Konto. Na klar muss da sofort ein Auto her und das natürlich mit ordentlich Wumms.

Dass die Kfz-Versicherung für Fahranfänger kein Spaziergang, sondern eher ein Hindernislauf mit verbundenen Augen sein kann, zeigt unser heftigster Ausreißer. Verlockend, wie im Fernsehen und Radio mit Ersparnissen geworben wird.

Unsere Kundin ist gerade 20 Jahre alt geworden, Führerschein mit 17 Jahren gemacht und somit Fahranfängerin. Dazu Mechatronikerin-Ausbildung mit 300-400€ monatlichem Lohn. Angemeldet wird ein Golf mit eingetragenen 45 kw, getunt auf 65kw. Im Internet wurde hierzu der Tarif BetterDrive der CosmosDirekt abgeschlossen.
Dieser Tarif ist ein Telematik-Tarif, sprich man zahlt nur, was man auch tatsächlich fährt. Gemessen wird dies u.a. durch eine App auf dem Handy oder auch durch eine Box, die im Auto angeschlossen wird.

Das dicke Ende kam nun nach einem Jahr Laufzeit. Nachzahlung wegen Tuning, Nachzahlung wegen erhöhter Kilometerlaufleistung und eine zusätzliche Beitragserhöhung. Aus zunächst online berechneten 800€ wurden 1.100€.  Nur Kfz-Haftpflicht, keine Kasko! Wie oben erwähnt ist das mit einem Azubi-Gehalt einfach nicht zu stemmen.

Unser Lösung:
Wir betrachten alle Punkte, die den Vertrag so richtig teuer machen.
Punkt 1 ist das Alter der Kundin. Fahrer und vor allem Versicherungsnehmer unter einem gewissen Alter (meist 23) erhalten Zuschläge.Jeder Versicherer bietet hierzu andere Zuschläge, so dass eine gute Übersicht aller Anbieter extrem wichtig ist.
Der zweite Punkt ist zwar zunächst eine Erhöhung, lockert aber die finanzielle Lage deutlich auf. Wir stellen um auf monatliche Zahlweise. Zwar werden zunächst im Schnitt 5% mehr Beitrag verlangt, jedoch sind kleinere monatliche Beträge eher zu bezahlen als eine 4-stellige Horrorsumme. Gottvater Tenhagen von finanztip.de wird hier anderer Meinung sein, aber die ist einfach mal unrichtig und irrelevant 😉
Dritter Punkt: Der Zuschlag für das Tuning sollte möglichst gering sein. Es gibt Anbieter, die berechnen pauschal pro PS 5 Euro mehr. Der von uns empfohlene Anbieter berechnet aber einfach ein Vergleichsfahrzeug mit den gleichen PS, so dass der Zuschlag hierfür geringer ausfällt.

Unser Angebot somit in diesem konkreten Fall war ein Anbieter für 56€ im Monat (672€ jährlich) und damit fast die Hälfte des Internetangebotes. Zudem muss die Kundin keine große Nachzahlung fürchten, die kurz vor Weihnachten reinflattert und die Stimmung vermiest.

Fazit: Wer zum Fachmann kommt und ohne Mehrbeitrag einen deutlich günstigeren Beitrag erhält, lebt glücklicher 😉 Und nein, wir werden auch in Zukunft keine nervige Werbung unserer Familien im Fernsehen zeigen und das ganze mit künstlichem Lachen hinterlegen.

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